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Einst
Das
sozial-pastorale Zentrum “Esperança de Deus” hat eine Bedeutung,
die weit über das Seh- und Fühlbare hinaus geht. Seine Ursprünge
sind im Glauben und der Hoffnung zu sehen, der Suche nach sozialer
Gerechtigkeit und der Solidarität seines Gründers, des österreichischen
Paters Hubert Leeb.
Heute
ist es ein Modell der Mitverwaltung und des sozialen Fortschritts,
der Erziehung und des Umweltschutzes.
Sein
Einzugsbereich umfasst ca. 25.000 Menschen in der Küstenregion von
“Boa Viagem”, im Landkreis Estância, Bundesland Sergipe -
Brasilien.
Je
tiefer Sie sich in diese Reise versenken, die im Jahr 1976 mit der
Ankunft Pater Leebs begann, desto besser werden Sie den Werdegang
des Werkes verstehen. Und
Sie werden sehen, dass es möglich ist, einen Traum aufzubauen und
zu verwirklichen, der die Utopie weit überschreitet.
Eine Tochter der Gegend, Joana
Batista Costa (+1990), brachte Pater Leeb nach Porto do Mato. Das
Bild des verheerenden Elends das er dort antraf, erinnerte ihn an
Biafra, jene bettelarme afrikanische Region, wo er auch humanitäre
Hilfe geleistet hatte. Es gab keine Infrastruktur die die minimalsten Anforderungen
auf den Gebieten wie Gesundheit, Wohnraum, Kanalisation, Erziehung
und Freizeit abdeckten. Das Volk lebte in totaler Verwahrlosung und
Lethargie, ohne Chancen zu wachsen und sich zu entwickeln.
Mit
dieser scheinbar aussichtlosen Situation konfrontiert, suchte Pater
Hubert Hilfe bei seinen Landsleuten in Österreich und Freunden in
Deutschland. In seinen Appellen an sein Volk bekannte er: “Das zu
sehen und nichts tun zu können, bedeutet den Glauben
verleugnen, zu dem wir uns bekennen”.
Der
Weg war nicht einfach ... Und niemand glaubte an den Erfolg …
Jene
voller Misstrauen ereiferten sich, dass er ein verrückter Schwärmer
sei, ein Spion im Dienst der Multinationalen Ölkonzerne; auch
vermutete man, dass er ein Kommunist sei, der in die Gegend gekommen
wäre um revolutionelle Ideen zu verbreiten …
Aber
diese Diffamierungen schüchterten Pater Leeb nicht ein, denn er
glaubte an seine Mission und seine religiöse und soziale Berufung:
Die Liebe Gottes spür- und sichtbar
in die Herzen der Menschen zu pflanzen, durch die Kraft des
Glaubens, und des Mitgefühls, um jene von absoluter Armut geprägte
Situation in menschenwürdige Lebensbedingungen zu verwandeln.
Die
Unterstützung von Joana, einer Tochter der Gegend, ebnete den
Zugang zur Bevölkerung und den lokalen Führungspersönlichkeiten
und half, deren Misstrauen abzubauen. Zu den Freunden der ersten
Stunde zählten Zeca de Loya, Claudemiro Francisco und Zé do Baião,
die zu jener Zeit eine wesentliche Rolle spielten.
Damit
er seine pastorale Arbeit als Priester ausüben konnte, erhielt
Pater Leeb die Lizenz des damaligen Bischofs der Diözese von Estância,
Dom José Bezerra Coutinho, der zu diesem Zweck einen Vertrag
zwischen dem Bistum und der Kongregation des Oblatenordens vom
Heiligen Franziskus von Sales (OSFS) in Österreich, welchem Pater
Leeb zugehörig ist, abschloss.
Seine
Ankunft in der Küstenregion wurde vom Bischof Dom Coutinho begrüsst,
da dieser in seinem Bistum über keinem Pater verfügte, der
geeignet gewesen wäre, eine soziale Pionierarbeit diesen Ausmasses
zu leisten.
Und
so gelang es Pater Leeb, Unterstützung für den Beginn seines
Werkes zu erhalten. Zu jener Zeit began die Produktion von Büchern,
Schallplatten, Videokassetten und anderer Materialien, durch deren
Verkauf, während intensiver Kampagnen in Österreich und
Deutschland, er die finanziellen Mittel erreichte, um die schlimmste
Not in der Gegend zu mildern.
Von
seinem Erfolg überzeugt und aus seinem Kampf eine Art Gebet machend,
begann Pater Leeb mit der Organisation und Konstruktion des sozial-pastoralen
Zentrums “Esperança de Deus”.
Um
die christlichen Familienverbände zu stärken, aber auch, um einen
Wunsch der Gemeinde zu erfüllen, begann der Bau der Kirche zur
“Geburts des Jesuskindes”, wo sich die Gläubigen zur Katechese
und Evangelisierung zusammen fanden.
Eine
der dringendsten Herausforderungen die sich ihm stellen, war die
Senkung der Kindersterblichkeit, die ca. 75% der Kinder dahin raffte,
bevor sie das erste Lebensjahr vollendeten. Es musste daher dringend
eine Infrastruktur geschaffen werden, die wenigstens die Basisbedürfnisse
wie Hygiene, Trinkwasser, ärztliche Behandlung und Ernährung
umgehend abdeckte.
Pater
Leeb fragte sich, wie ein verarmtes Volk während des Abendmahls die
Präsenz Gottes im Brot erkennen könne, wenn es nicht einmal über
das tägliche Brot zu seiner Ernährung verfügte. Also schuf er die
ersten Arbeitsmöglichkeiten im Zentrum und startete Hilfsaktionen
zur Bekämpfung des Hungers durch die systematische Verteilung von
Brot und anderen Grundnahrungsmitteln an die Bevölkerung.
Mit
der Unterstützung eines freiwilligen Arztes aus Deutschland wurden
die ersten Sofortmassnahmen durchgeführt, dazu gehörten
Hausbesuche und die Einrichtung von Gesundheitsposten zur Behandlung
der Kranken. In schweren Fällen wurden die Kinder zwecks
Intensiv-Behandlung im Gesundheitsposten untergebracht, wo sie
ununterbrochen betreut wurden.
Häufig war die Erkrankung der Kinder durch
Unterernährung und Würmer bedingt, obwohl auch andere Faktoren
eine Rolle spielten, was eine rigorose Super-Ernährung und
spezielle ärztliche Behandlung notwendig machte.
Der Gesundheitsposten widmete sich auch
der Behandlung der Jugendlichen und Erwachsenen. Aus Deutschland
erhielt man tonnenweise Medikamente und Trockenmilch für die Bevölkerung,
die Pater Leeb durch Kampagnen erreicht hatte.
Schritt
für Schritt wurden die Hindernissen überwunden und es zeigten sich
die ersten Erfolge:
·
Der Bau einer zunächst nicht
asphaltierten Strasse, die die Zufahrt zu den einzelnen Orten ermöglichte
und sie mit Estância, dem wichtigsten Zentrum des Landkreises,
verband. ·
Die Öllampen als einzige Lichtquelle
wurden zunächst durch Generatoren, und später durch Überlandleitungen ersetzt. ·
Die
Installation eines von der Firma Siemens gespendeten Stromverteilers,
durch den das Zentrum mit einem 3-Fasen-Stromanschluss ausgestattet
wurde.
Danach
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